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Geschichte
Elbigenalp, im Volksmund „das Duarf“ genannt, ist die älteste Ansiedlung des Tales und liegt zwischen den Lechtaler und den Allgäuer Alpen auf einer Seehöhe von 1039 Meter. Zur Gemeinde zählen die Fraktionen Köglen, Unter- und Obergiblen sowie Ober- und Untergrünau. Kirchlich und schulisch orientiert sich auch der zur Gemeinde Häselgehr gehörende Weiler Grießau nach Elbigenalp.

Der Name Elbigenalp erscheint das erste Mal urkundlich im Jahre 1488 als „in den Albigen Alpen“, das bedeutet „die mit Ulmen bewachsene Alpe“. Schon von alters her ist Elbigenalp als Sitz der Urpfarre bekannt. Die Pfarre „Lechtal“ scheint als solche 1312 das erste Mal auf. Der älteste christliche Kultbau des Tales, die Martinskapelle, befindet sich neben der Pfarrkirche St. Nikolaus innerhalb der Friedhofsmauern.
Elbigenalp beherbergt mit kdg mediatech GmbH auch eines der bekanntesten Generalunternehmen der Medienbrache Europas.
Der einstige Urlaubsort der Königinmutter Marie von Bayern ist auch als Schnitzerdorf bekannt. Neben zahlreichen Schnitzereibetrieben befindet sich hier die weit über die Grenzen hinaus bekannte Schnitzschule. Johann Anton Falger gründete die damalige Zeichenschule, in der auch die aus Elbigenalp stammende Malerin Anna Stainer-Knittel ihr Handwerkzeug erlernte. Sie war Inspiration für den Roman „Die Geierwally“, der bereits zu ihren Lebzeiten ein Weltbestseller war und nach ihrem Tod mehrmals verfilmt wurde.
Die Geierwally Freilichtbühne in der beeindruckenden Kulisse der Bernhardsschlucht zieht jährlich tausende Besucher in ihren Bann.
Zu den bekannten Söhnen und Töchtern von Elbigenalp zählen neben dem Lithographen Johann Anton Falger und der Malerin Anna Stainer-Knittel auch der Maler Joseph Anton Koch und die Ex-Skirennläuferin und Olympiasiegerin Sigrid Wolf.

An den Ufern des letzten Wilden

Einem ganzen Tal hat der junge Wildfluss Lech seinen Namen gegeben und für dieses Tal ist der Fluss nicht nur Markenzeichen sondern auch Lebensgrundlage.
Der Lech ist einer der letzten Wildflüsse der Nordalpen. Er bahnt sich seinen Weg von Vorarlberg durch Tirol bis über die deutsche Grenze hinaus nach Füssen und mündet schließlich in der Donau. Nahezu unberührt sucht er sich seinen Weg durch das Land und prägt mit seiner urtümlichen und wilden Kraft Land und Leute. Seit dem Jahr 2000 ist das Tiroler Lechtal Teil von NATURA 2000 und seit 2004 gibt es den Naturpark Tiroler Lech.
Seit 2012 kann man den letzten Wilden auf seiner Reise von der Quelle bis zum Lechfall in Füssen auf dem Lechweg begleiten. Sein Weg führt ihn dabei unweigerlich an allen einzelnen Rotten, Dörfern, Gemeinden und Ortschaften des Lechtals vorbei, so auch an Elbigenalp.

 

 

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